Forschung in Anröchte
Wir wurden von dem Briloner und Paderborner Höfos eingeladen dieses Wochenende bei der Erforschung einer neuen Höhle in einem Steinbruch bei Anröchte dabei zu sein. Eine erste Erkundungstour fand bereits letzte Woche statt. Dabei wurden schon rund 250m Neuland gemacht. Am Ende gab es dann eine Engstelle durch die nur die schmalste Person hindurch passte und von weiterem großen Neuland berichtete.
Da der Steinbruch Samstags bis 12 Uhr noch in Betrieb ist, konnten wir erst sehr spät in die Höhle. Den Stoßtrupp bildeten Nikolaus, Thomas und ich. Andreas begann mit der weiteren Vermessung im vorderen Bereich, Uwe und Martin begannen mit der Außenvermessung.
Die Höhle besteht aus einem recht ansehnlichen Canyon der sich durch den Berg windet. Wie in grundsteinheim, haben die Eiszeiten aber auch hier ihre Spuren hinterlassen und jede Menge Ablagerungen in die Höhle geschoben. Die vorderen Teile waren noch recht flach, der untere Canyonteil meist mit Blöcken verstopft. Nach einem der schmalsten Stücke ändert der Canyon plötzlich seinen Charakter, ist dann rund 3m hoch, im oberen Teil etwa 1,50m und im unteren teil knapp einen halben Meter breit. Nach 15m endet der Canyon wieder und mündet in einen Kluftgeundenen Gang der 2m hoch und teilweise 3m breit ist. Am Boden des Gangs sind zum Teil skurile Lehmformationen zu finden, sie sehen aus die kleine Stalagmiten, bestehen aber vollkommen aus Lehm.
52m weiter befindet sich die Engstelle die es zu erweitern gilt um ins Neuland vorzudringen. Thomas und Nikolaus fangen sofort an, während ich ein paar Fotos mache und Andreas beim Vermessen helfe.
Eine Stunde später ist die Engstelle groß genug für uns alle und wir schieben uns ins Neuland.
Es folg ein weiterer kurzer Versturz, danach geht es aber aufrecht weiter in einem 3m hohen und bis zu 2m breiten Gang. Flie&zslig;spuren am Boden zeugen deutlich von teilweise aktiven Phasen der Höhle. Rund 150m weiter beginnt der Gang langsam kleiner zu werden. Er ist noch 1,50m breit aber die Decke senkt sich langsam ab. Weitere 50m weiter mündet von links ein kleiner Canyon in den Gang, den wir uns aber für später aufheben. Von hir an können wir nur noch gebückt weiter un die Decke kommt immer weiter runter. Auf allen Vieren geht es dann noch knapp 100m weiter. Hier knickt der Gang nach rechts in einen sehr schmalen Gang ab, der weiter nach unten zieht und unter Wasser steht. Hier ist Schluss! Der eigentliche Hauptgang scheint aber nach links zu ziehn, ist nur fast vollständig mit Lehm verfüllt und müsste erweitert werden. Es ist auch ein deutlicher Luftzug zu spüren, es kann also noch weiteres Neuland folgen.
Zum Schluss folg noch die Erforschung des kleinen Canyons, den wir vorher links liegen lassen haben. Der Canyon ist etwa einen Meter hoch und am Boden grade so breit das man relativ angenehm hindurch schlufen kann. Nach knapp 50m und einigen Biegungen wird der Gang ganz langsam kleiner. Ich beschließe hier umzukehren, da von dieser Stelle die weitere Erforschung doch sehr anstrengend und zeitraubend wird und es schon recht spät ist. Wir sammeln also alles zusammen, machen noch ein paar Fotos und machen uns aus den anstrengenden Rückweg.
Alles in Allem ein sehr erfolgreicher Tag. Wir konnten ca. 250m Neuland machen und einige interessante und skuriele Dinge entdecken. Die genaue Länge und Lage der Höhle muss bei weiteren Touren ermittelt werden. Dies ist vor allem wichtig, um feststellen zu können, welche Teile im Abbaugebiet des Steinbruchs liegen.